Unsere 5-Sterne-Philosophie

Zum guten Geschmack unserer Milch trägt neben der ursprünglichen, grünlandbetonten Fütterung der Milchkühe auch der faire, regionale und nachhaltige Wertschöpfungsprozess bei - von den Bienen bis zum Endverbraucher.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht einen Beitrag zum Erhalt der Natur und Umwelt zu leisten: Das sinnvolle Tun in Verantwortung für nachfolgende Generationen.

Aus diesen Überlegungen heraus ist unsere 5-Sterne-Philosophie entstanden, die auch auf allen Milchverpackungen abgebildet ist:

Unsere Arbeit - Unseren Kindern eine lebendige, ökologisch wie sozial und ökonomisch funktionierende Welt hinterlassen!

Das ist nicht nur unsere Arbeit als Unternehmen, sondern auch unsere persönliche Verpflichtung als Teil dieser Gesellschaft und vor allem unsere Verpflichtung unseren Kindern und unserer Umwelt gegenüber. Durch die uns selbst auferlegten Grundsätze können wir unseren Anteil zum Erhalt einer funktionierenden Welt leisten. Daher betrachten wir nicht nur das große Ganze, sondern auch die einzelnen Komponenten...vom ganz Kleinen, bis zum Großen.

Dabei ist Nachhaltigkeit eines der Schlüsselthemen

Nachhaltigkeit ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen Umwelt, Wirtschaft und der Gesellschaft auf einen längeren Zeitraum bezogen. Sternenfair engagiert sich dabei aktiv im Umweltschutz, so betreut beispielsweise jeder sternenfair-Milchbauer mindestens ein Umwelt- oder Tierschutzprojekt, diese finden Sie in den Steckbriefen der Landwirte wieder.

Wir unterstützen dabei das Engagement unserer Milchbauern. Wir sind stolz auf die Vielzahl dieser Projekte und leisten mit unserem Konzept einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Umwelt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in der Einbeziehung aller Interessengruppen: vom Erzeuger, über die Tiere und die Umwelt, hin zu den Verbrauchern.

Achtung - Auf die ganz Großen und auch die ganz Kleinen

Achtung zeigen heißt für uns, sich der Bedeutung der einzelnen Teilnehmer an unserem Wertschöpfungsprozess bewusst zu sein. Angefangen bei den Bienen, über die Kühe und Bauern bis zu Ihnen - unseren Kunden. Achtung heißt aber auch, die Wertschöpfer zu schützen, die es nicht selbst können. Wir achten daher besonders auf die Bienen und andere Insekten und haben in unsere Grundsätze "Bienenfreundlichkeit" mit aufgenommen, damit sie uns noch lange erhalten bleiben.

Denn Bienen haben mehr mit guter Milch zu tun, als Sie ahnen:

Natürlich geben Bienen keine Milch, aber neben der Produktion von leckerem Honig, bestäuben sie unsere Nutzpflanzen. 80 % aller Gemüse- und Obstsorten verdanken den Bienen ihre Früchte. In den letzten Jahren sind die Bienenvölker immer weniger geworden. Zu den Ursachen des Bienenverschwindens gehören neben der intensiven Landwirtschaft auch die Monokulturen. Mais ist zum Beispiel als Nektarpflanze für Bienen völlig uninteressant. Dadurch werden auch weniger Nutzpflanzen bestäubt. Rund 35 % der Nahrungsmittelproduktion hängen nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) von Bestäubern ab. Wir leben alle in einem geschlossenen Ökosystem, in dem Bienen eine entscheidende Rolle spielen.

Wir holen die Bienen gemeinsam mit unseren Bauern wieder zurück. Über das saftige Grün mit Kräutern und Blumen freuen sich nicht nur die Bienen, sondern auch die Kühe und letztendlich auch Sie, denn glückliche, gesunde Kühe geben die beste Milch.

Ansatzpunkte für bienenfreundliche Landwirtschaft:

  • Gentechnikfreie Bewirtschaftung und Fütterung
  • Hoher Grünlandanteil von mind. 60 %
  • Mähzeitpunkt von Grünlandflächen nicht im Zeitraum des Bienenfluges (ca. zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr) oder mit reduzierter Fahrgeschwindigkeit von max. 12 km/h
  • Pflanzenschutzspritzung nicht im Zeitraum des Bienenfluges
  • Verzicht auf bienenschädliche Pflanzenschutzmittel: Wirkstoffgruppe Neonicotinoide
  • Bienen-/Insektenfreundliche Umweltprojekte wie Wildacker, Blühwiesen, gestaffelte Grünlandnutzung u.v.m.

Fütterung - Artgerecht und ohne Gentechnik

"Wir sind, was wir essen." Der Gedanke geht aus einem Zitat des Philosophen Ludwig Feuerbach hervor. Das gilt nicht nur für uns Menschen. Auch die Vitalität von Tieren hängt eng mit ihrer Fütterung zusammen. Noch bedeutungsvoller ist dies bei Tieren, die uns mit Nahrung versorgen. Am Ende essen wir doch irgendwie, was unsere Nutztiere fressen.

Wiederkäuergerechte Fütterung

Gesunde Kühe geben die beste Milch und besonders gut geht es den Kühen, wenn sie das fressen, was von Natur aus als Wiederkäuer zu ihnen passt, nämlich Gras. Daher legen wir großen Wert auf einen hohen Anteil an Grünlandfutter bei der Fütterung der sternenfair-Kühe. Dabei verzichten wir nicht nur auf Futtermittel aus Übersee, sondern auch auf Gentechnik. Das garantieren wir mit dem "Ohne Gentechnik"-Siegel auf all unseren Produktverpackungen.

Die Erhaltung dessen, was uns wie selbstverständlich umgibt, ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Durch die traditionelle Fütterung der Kühe mit hohem Grünlandfutteranteil, werden die Wiesen gepflegt und unsere Kulturlandschaft und unsere Böden auf lange Sicht erhalten. Die natürliche und naturverträgliche Landwirtschaft ist uns sehr wichtig. Die vielfältigen Gräser auf den Wiesen unserer Milchbauern machen unsere Milch nicht nur besonders schmackhaft, sondern die in der Wachsschicht der Gräser enthaltenen gesunden Omega-3-Fettsäuren und CLA-Säuren finden sich auch im Milchfett unserer Produkte wieder.
Regelmäßige Untersuchungen der Milch auf die Fettsäurenzusammensetzung bestätigen uns eine - im Vergleich zur Fütterung mit viel Kraftfutter und Mais - außerordentlich gute Milchqualität.

Unsere vorgeschriebenen Qualitätsrichtlinien bei der Fütterung sind:

  • Mind. 60 % Grünlandanteil der Futterfläche
  • Max. 30 % Maisanteil in der Ration
  • Kraftfutterbegrenzung auf 1.500 kg pro Kuh und Jahr
  • Futtermittel ohne Gentechnik
  • Keine Import-Futtermittel aus Übersee
  • Verbot des als Leistungsförderer in Verruf geratenen Medikaments Kexxtone (Monensin)

Verbot - Futtermittel aus Übersee, bienenschädliche Pestizide

Unsere Bauern wirtschaften nicht nur ohne Gentechnik, sie verzichten auch ganz bewusst auf Futtermittel aus Übersee. Wir möchten nicht, dass für unsere Lebensmittelproduktion anderswo Regenwälder abgeholzt werden und großflächig intensive Monokulturen entstehen, deren Erträge tausende von Kilometern transportiert werden müssen. Denn gutes Futter wächst am besten auf hofnahen Wiesen und Äckern. Beim Betrachten der CO2-Bilanz ist nicht nur entscheidend, welche Wege das fertige Produkt zurücklegt.

Seit Anfang an ist der Einsatz von bienenschädlichen Pestiziden, den sog. Neonicotinoiden, bei sternenfair verboten. Das ist ein Beitrag, den wir zum Bienenschutz leisten. Wir arbeiten eng mit den Imkern zusammen, so z.B. auch mit Walter Haefeker, dem Präsidenten des Europäischen Berufsimkerverbandes. Neben den zusätzlichen Auflagen ist es uns ein besonderes Anliegen, die Kommunikation zwischen Landwirten und Imkern zu verbessern und das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zu stärken.

So tragen wir mit Stolz als bisher einzige Milchmarke das „Certified Bee Friendly“ Siegel auf den sternenfair-Produkten, das auf Initiative des Europäischen Imkerverbandes geschaffen wurde. Mehr Informationen gibt es hier:
www.certifiedbeefriendly.org/en/

Garantie - Mind. 40 Cent pro Liter sternenfair-Milch an unsere Bauern

Wir garantieren unseren sternenfair-Milchbauern einen fairen Milchpreis von
40 Cent für jeden unter der Marke sternenfair verkauften Liter, unabhängig der Preisschwankungen am Milchmarkt. Für diesen fairen Milchpreis bekommen wir die Garantie von unseren Milchbauern, dass sie nicht nur alle Richtlinien einhalten, sondern ihre Aufgabe leben und hinter dem Konzept stehen. Denn nur mit einem fairen und kostendeckenden Milchpreis kann man langfristig nachhaltige Milchproduktion gewährleisten.

Die 40 Cent (netto) sind festgelegt worden, als das Konzept um sternenfair entstanden ist. Denn man braucht eine feste Größe, die man gegenüber den Handelspartnern und Kunden kommunizieren kann und die man als Grundlage für die Produktpreis-Kalkulation nimmt. Sicherlich hat jeder einzelne Milchlieferant eine unterschiedliche Kostenstruktur, beeinflusst von Standortbedingungen und vielem mehr. 40 Cent wurden nach dem allgemeinen Konsens der Milchlieferanten angesetzt, als durchschnittlicher Mindestpreis, mit dem sie auch Investitionen für die Zukunft tätigen und damit die Grundlage für die weitere Bewirtschaftung in der nächsten Generation schaffen können.
Die Milchlieferanten finden den sternenfair-Milchpreis monatlich auf ihrer Milchgeldabrechnung separat und transparent ausgewiesen.

„Regional, fair und nachhaltig" ist für uns daher nicht nur ein Slogan, sondern unser Grundsatz, sowohl gegenüber unseren Kühen, Milchbauern und Molkereien, als auch gegenüber unseren Kunden. Unsere Philosophie spiegelt das in allen Punkten wider.

Regionalität - Die Basis der sternenfair-Philosophie

Die Basis unserer sternenfair-Philosophie ist die Regionalität unserer Produkte.
Wir achten dabei darauf, dass die Milch nicht mehr Kilometer als wirklich notwendig zurücklegen muss. Zugleich werden Transportwege schon im vorgelagerten Bereich gespart, denn Futtermittel dürfen nicht aus Übersee stammen, sie kommen überwiegend von hofnahen Wiesen und Feldern. So bleibt die Wertschöpfung in der Region.
Sternenfair-Milchprodukte gibt es aus mehreren Bundesländern bzw. Regionen: Bayern, Baden-Württemberg, Allgäu, Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Hier vertreiben wir die Milch regional im jeweiligen Bundesland, auch Milchbauern aus Ihrer Nähe sind Teil unserer sternenfair-Familie. Schauen Sie gleich nach!

Mit der Regionalität unserer Produkte unterstützen wir neben den Milchbauern auch die Wirtschaftskraft der Region, fördern Arbeitsplätze und erhalten die bäuerliche Kultur, da wir einen fairen Milchpreis von 40 Cent pro verkauftem Liter an unsere sternenfair-Milchbauern bezahlen.

Durch die individuellen sternenfair-Umweltprojekte tragen wir auch zur Pflege und zum Erhalt unserer Landschaft bei. Durch das sternenfair-Konzept hat sich jeder Milchbauer verpflichtet ein spezifisches Umweltprojekt zu unterstützen. Darunter finden sich verschiedenste Projekte, von Streuobstwiesen, über Förderung der Blüten- und Artenvielfalt bis hin zur gezielten Pflege von Naturschutzflächen. Diese Projekte können Sie den Steckbriefen der sternenfair-Milchbauern entnehmen.